EiBE: Eingliederung in die Berufs- und Arbeitswelt

von Manfred Kohlmann

Allgemeine Informationen

In Hessen stellt das "Programm zur Eingliederung in die Berufs- und Arbeitswelt (EiBE)" eines der wichtigsten innovativen Förderprogramme für die Integration von deutschen und ausländischen Jugendlichen in den Berufs- und Arbeitsmarkt dar. Jährlich haben etwa 3000 Jugendliche die Möglichkeit, im Rahmen dieser, durch den Europäischen Sozialfonds und das Hessische Kultusministerium getragene Maßnahme, den Hauptschulabschluss nachzuholen beziehungsweise sich weiter zu qualifizieren. Für diese Zielgruppe werden spezielle Angebote im Rahmen der beruflichen Orientierung und Vorbereitung entwickelt.

An der Martin-Behaim-Schule (MBS) in Darmstadt gibt es seit dem Schuljahr 2005/2006 zwei EiBE Klassen. Als Schwerpunktthema steht hier "Gesundheit" im Vordergrund. An einem Tag der Woche haben die Schüler/-innen die Möglichkeit in einem Altenheim oder einer Arztpraxis praktische Erfahrungen zu sammeln. Die Unterstützung, die das Programm hierbei durch die Betriebe erfährt, ist groß – sie ist die beste Voraussetzung für die Jugendlichen für einen positiven Start ins Berufs- und Arbeitsleben!
Das tägliche Zusammenlernen und -arbeiten von deutschen und ausländischen Jugendlichen hier in der MBS ermöglicht nicht nur Lernfortschritte im allgemein bildenden und beruflichen Bereich, sondern führt zu Akzeptanz und gegenseitigem Verständnis.
Neben dem unmittelbaren Fachwissen erwerben die Jugendlichen im Verlauf ihrer Qualifizierung immer wichtiger werdende "soft skills" wie Teamfähigkeit, Selbstvertrauen und interkulturelle Kompetenz. Sie lernen, innovative Problemlösungsstrategien zu finden und haben sich mit Themen wie beispielsweise Arbeits- und Ausbildungssituation von Jugendlichen mit Hauptschulabschluss, Migration und Fremdenfeindlichkeit beschäftigt.

Erfahrungsbericht der Klasse EiBE 52

Wir, die Klasse EiBE 52 sind keine typische EiBE Klasse. Die Besonderheit an uns ist, wir haben alle unseren Hauptschulabschluss. Einer von uns hat sogar den Realschulabschluss und zwar Vikram Khanna. Unsere Klasse besteht aus 13 Schülern, 11 Mädchen und 2 Jungs. Wir sind zwischen 16 und 19 Jahren alt. Jeder von uns hat seinen eigenen Charakter, aber wir verstehen uns sehr gut. Manchmal gab es zwischen uns ein paar kleine Meinungsverschiedenheiten, die sich aber gleich wieder gelegt haben. Wir haben den Unterricht eigentlich immer mit Spaß verbunden. Die Lehrer unterstützen uns sehr gut.

Wir haben eine Sozialarbeiterin, Frau Jöst, die uns betreut - in guten wie in schlechten Zeiten.

Uns wurde beigebracht im Team zu arbeiten, was oft nicht leicht war doch mit Hilfe von Frau Jöst haben wir die Situationen gut gemeistert. Es gab einige Ausflüge die wir gemeinsam unternommen haben. Wir waren zum Beispiel in Roßdorf bei einem Seminar zum Thema "Wo geht´s nach der Schule hin?" Das Seminar machte uns sehr viel Spaß.

Als Höhepunkt zu unserer Gruppenarbeit zum Thema "Sinne" machten wir einen Ausflug in das Schloss Freudenberg nach Wiesbaden, ein Erfahrungsfeld der Sinne. Es war sehr spannend, weil wir uns manchmal wirklich nur auf einzelne Sinne verlassen mussten. Weitere Erlebnisse waren ein Theaterbesuch, ein gemeinsamer Restaurantbesuch, eine Gesundheitsausstellung, ein Besuch beim Berufsinformationszentrums (BIZ) und vieles mehr.

Als Abschluss unseres gemeinsamen Schuljahres haben wir eine erlebnisreiche Klassenfahrt an den Neckar gemacht. Unsere Begleiterinnen waren Frau Bewer (Lehrerin) und Frau Jöst (Sozialarbeiterin).

Insgesamt beurteilt war das EiBE-Jahr sehr anstrengend, aber auch sehr gut, da wir viel gelernt haben.

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